Wieso ein Queeres Zentrum?

Mannheim braucht ein Queeres Zentrum und das Konzept für das QZM ist eine innovatives Leuchtturmprojekt.

Seit vielen Jahren und Jahrzehnten setzen sich queere Vereine, Gruppen und Organisationen aus Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar für die Menschenrechte und die Chancengleichheit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter* (LSBTI*) ein. Sie engagieren sich – größtenteils ehrenamtlich – dafür Diskriminierungen abzubauen, die queere Community zu stärken und die Akzeptanz von Vielfalt in einer bunten Stadtgesellschaft Mannheims durch Aufklärung und Sichtbarkeit zu fördern.

Um diese Ziele zu erreichen sind Räume essenziell, in denen sich engagierte Menschen treffen und austauschen sowie entsprechende Projekte und Aktionen geplant werden können. Allerdings sind die lokalen queeren Vereine, Gruppen und Organisationen fast ausnahmslos seit Jahren mit einer unzumutbar schlechten Raumsituation konfrontiert, die ihre Arbeit und das Vernetzen mit anderen Gruppen und Vereinen unnötig erschwert, wenn nicht sogar unmöglich macht und leiden unter dem Fehlen eigener verlässlicher Räumlichkeiten.

Durch ein Queeres Zentrum würde eine feste Anlaufstelle geschaffen werden zur LSBTI*-Selbsthilfe und zur Stärkung queerer Selbstorganisation. Das QZM wäre ein Ort zur Vernetzung bestehender queerer Vereine, Gruppen und Organisationen – aber auch eine leichte Möglichkeit, mit der Öffentlichkeit in Kontakt kommen.

Das QZM soll zwar einerseits queere Menschen und Gruppen empowern und in ihrer Vielfalt sichtbar machen, andererseits aber auch für die Mannheimer Stadtgesellschaft bei öffentlichen Veranstaltungen, Bildungs- und Informationsangeboten Anlaufstelle sein. Das QZM versteht sich als Stätte der Begegnung und Aufklärung, als Anlaufstelle für Information und Erstkontakt sowie als Ort für Veranstaltungen, Fort- und Weiterbildung.

Dadurch soll Verständnis für eine diverse Gesellschaft geschaffen werden, der Abbau von Diskriminierung und die Förderung entsprechender Präventionsarbeit vorangetrieben werden.

Das QZM soll selbst verwaltet betrieben werden und sich mit einem Café- und Barbetrieb sowie der Vermietung von Veranstaltungsräumen, Coworking-/Startup Arbeitsplätzen und Meetingräumen finanzieren.

Die Dringlichkeit ist groß: Es gibt aktuell keine Räume für über 30 queere Gruppen und diese Situation muss sich schnellstmöglich ändern und verbessern.

Das QZM ergänzt und verstärkt zudem das Bild der Stadt Mannheim als queeres Zentrum in Süddeutschland. Seit 2015 Mitglied ist die Stadt im globalen Rainbow Cities Network (RCN) – bisher als einzige deutsche Stadt, die kein queeres Zentrum vorweisen kann.

Schon vor der Gründung erfährt das QZM viel Unterstützung von vielen Seiten – knapp 20 queeren Gruppen, namentlichen globalen und regionalen Unternehmen, wie Simmons + Simmons, The Boston Consulting Group GmbH, McKinsey, Open for Business, accenture, AT Kearney, SAP, Plan W – welche alle die Entwicklung des Projektes pro bono begleiten würden – und vielen weiteren Supporter*innen.

Das unterstreicht wiederum, wie innovativ das Projekt in der Art der Umsetzung ist, aber auch wie hoch der Bedarf ist, ein solches Projekt in Mannheim umzusetzen.

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